Pushkar

Nachtrag: Ich hatte im Internet gelesen, dass Kopfschütteln in Indien „Ja“ bedeutet, konnte das aber nicht ganz glauben – es stimmt bedingt, wie ich selber feststellen konnte: gestern in Amber fragte ich eine indische Mutter, ob ich ein Foto ihrer Tochter machen dürfe, sie wiegte den Kopf hin und her – das bedeutet „OK“ – klassisches Kopfschütteln heißt hier aber genauso „Nein“ (oder „naheen“, wie wir Inder sagen 😉 ). Das Ergebnis dieser „ethnologischen“ Recherche:

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Und noch ein Wort zu unserem Roundtrip allgemein: Es ist alles bestens organisiert, wir werden in jedem Ort von einem lokalen Guide empfangen, die bis jetzt alle sehr gut Deutsch sprachen, ab und zu mit kleinen Verwechslungen. So zeigte uns der Guide in Agra während der Autofahrt am Straßenrand eine Schar freilaufender „Hühnen“ 🙂
Auch unser Fahrer ist sehr nett, freundlich und um unser Wohlergehen bemüht, so wie übrigens jeder, ob Liftboy, Kellner, Vertreter der Reiseagentur oder wildfremde Männer, die im Shuttlebus zu einer Sehenswürdigkeit neben uns sitzen …
Seine fahrerischen Qualitäten hat unser Radhey heute engültig bewiesen:
Es regnet schon den ganzen Tag, der Monsun hat uns voll erwischt. Das letzte Stück unserer Fahrt nach Pushkar sind wir mehr geschwommen, auf rumpeligen teils unbefestigten, beschädigten Straßen durch manchmal knietiefes Wasser.

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Aber ich war am Morgen vor unserer Abreise aus Jaipur noch in einem Ganesha-Tempel (das ist der elefantenköpfige Hindu-Gott des Glücks und der Weisheit) und habe ihn um Glück für unsere weitere Reise gebeten. Das – und das Können unseres Fahrers – hat keinesfalls geschadet, denn wir kamen gut in unserem Hotel an, sieht aus wie ein alter Palast … Malereien an der Decke, uralte Messinglichtschalter, Türen mit Riegel und Vorhängeschloß (ja wirklich! eilig darf man es da nicht haben: Moskitonetztüre auf, Vorhangschloß aufsperren, Riegel zur Seite schieben, Türe öffnen …), Himmelbett mit geschnitzen Pfosten, quadratischer Garten, Pavillons mit Schaukeln, Palmen und Hibiskus, Strahlenschildkröte, zwei Haushunde und ein Käfig voller Meerschweinchen.

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Die großen Schweine laufen außerhalb des Hotelgeländes herum, die sieht man in jedem Dorf – kleine, große, dicke rosarote oder schwarze mit langen Borsten, die eher Wildschweinen ähneln.

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Am Nachmittag besuchten wir den einzigen Brahma-Tempel Indiens: Marmor, Götterbilder, eine Statue des Brahma, viele Menschen … irgendwie Massenabfertigung und eher enttäuschend.

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Unser Besuch der Ghats, der Stiegen zum Fluß, an denen die Gläubigen abends Öllampen zu Ehren der Götter zu Wasser lassen, fiel aufgrund des starken Regens leider sehr kurz aus. Dabei hatten wir gedacht, die Regenzeit sei vorbei … es schüttet aus Kübeln und die Lehmstraßen sind ein einziger Gatsch – wääh :-P.

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Morgen haben wir eine lange Fahrt vor uns – ca. 5 Stunden nach Udaipur. Da wird es wahrscheinlich nix zu erzählen geben.
Also dann, bis bald, namaste!
P.S.: Fotozwischenstand 13 Videos, 635 Fotos, vorsortiert und bearbeitet 😉

PPS.: Wir würden uns sehr über Kommentare freuen!

About hape9er

Fotografie Harald Neuner http://foto.9ers.at PETRAs KÜCHE, Kochschule + Catering http://kochen.9ers.at
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2 Responses to Pushkar

  1. Guschelbauer Juergen sagt:

    Hallo Hape’s,
    freut mich, dass es doch noch geklappt hat!

    Super Reise und eine interessante Story – „Neid“ !!!

    Wünsche Euch nur das Beste und freue mich schon auf die nächsten Berichte,

    lg Juergen

  2. jürgen sagt:

    na dann habt ihr wirklich vieeeeel zum erzählen wenn ihr wieder daheim seid und es kommt ja noch einiges. hoffentlich nimmer so viel wasser 😦

    bezügl kopfschütteln stell ich mir grad vor ich (der mit scharfem essen ja ganau garnicht kompatibel ist) frage den herrn ober ob’s denn scharf sei, was mit einer kopfschüttelgeste quitiert wird und ich nach herzhaftem zubeißen minuten später nach einer gasmischung aus stickstoff, sauerstoff und ein paar edelgasen röchle und mit allen am tisch befindlichen getränken die schmerzen zu lindern versuche 🙂

    so long, मैं तुम्हें अच्छी शुभकामनाएँ und cheers

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